Katja Schulz

Wahlkreis 2: Neumünster

Warum ich für die DBfK Nordwest Liste „Stark für Pflegende“ kandidiere:

Es besteht aus meiner Sicht für die Pflegeberufe die dringende Notwendigkeit, sich in Zukunft besser zu organisieren und eigene Interessen nicht mehr hinten anzustellen – auch im Interesse von Pflegebedürftigen.

Meine Motivation in der Kammer mitzuwirken:

Für bessere Rahmenbedingungen zu kämpfen ist sehr wichtig, für alle Beschäftigten in der Pflege. Andere Berufsgruppen werden das nicht für uns tun. Die Pflegeberufekammern können dazu beitragen. Dabei ist es wichtig, das die Kammerversammlung möglichst breit aufgestellt ist. Pflegende aus unterschiedlichen Bereichen mit den verschiedensten beruflichen Erfahrungen sollten sich idealerweise einbringen. Dafür werfe ich meinen Hut in den Ring. Da die Aufgabe noch neu ist, wird sich vieles erst ergeben.

Was ist mir wichtig im beruflichen Alltag?

Der Arbeitsalltag ist oft mit viel bürokratische Hürden und einer Regelungsflut durchzogen. Es sollten möglichst mehr wissenschaftliche Erkenntnisse oder, wo diese noch nicht vorhanden sind, Pragmatismus Einzug halten. Dazu gehört auch ein offener Umgang mit Fehlern und Respekt vor den Leistungen des Gegenübers. Um Leistungen der Pflegeversicherung zu begrenzen, wurde die Minutenpflege eingeführt. Dadurch ist der Pflegealltag in der ambulanten Versorgung oft durch Zeitmangel geprägt. Das muss sich ändern. Bewegung und gesunde Ernährung muss im Pflegealltag vorkommen. Eine gesunde Umwelt, die Abwesenheit von Lärm und die nachhaltige Bekämpfung von multiresistenten Keimen hat für mich große Bedeutung.

Wo sehe ich meine Schwerpunkte in der Kammermitarbeit?

In erster Linie bringe ich mich mit meiner Erfahrung ein. Aus meiner Sicht ist es notwendig, Fortbildungskataloge für die einzelnen Bereiche zu erstellen. Im Kontakt mit Politik und anderen Berufsgruppen finde ich es wichtig klarzustellen, dass professionelle Pflege eine unabdingbar wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft erfüllt. Und dass die Bedingungen, unter denen dies geschieht, nicht den freien Kräften der Märkte überlassen werden können. Der Umgang mit Pflegebedürftigen sagt viel über die Humanität einer Gesellschaft aus, besonders wenn es sich um so ein wohlhabendes Land, wie Deutschland handelt. Soweit es die Aufgaben einer Pflegeberufekammer zulässt, müsste sie darauf hinwirken, dass möglichst viele Professionelle auch aktiv pflegen – Personaluntergrenzen werden wahrscheinlich unumgänglich werden, für alle Bereiche.

 Beruflicher Werdegang in Kürze

Nach meiner Ausbildung an einem Kreiskrankenhaus in der Nähe von Stuttgart blicke ich auf eine zwanzigjährige Tätigkeit hauptsächlich in der ambulanten Pflege zurück. Neben einem Pflegestudium habe ich zahlreiche Fort- und Weiterbildungen absolviert.

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